Vergeben und Verzeihen?🌈 Perdonar y Olvidar 🌈

Veröffentlicht am 3. Oktober 2026 um 18:27

 

 

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Der Schwache kann nicht verzeihen ...

Zu verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken

(Mahatma Gandhi)

 

Zu vergeben und zu verzeihen sind persönliche Prozesse die Zeit brauchen; und nicht einfach zu durchlaufen sind. Manches mag einfacher zu vergeben sein wenn es sich um Begebenheiten handelt, die emotional oder gefühlt nicht hochgradig anspruchsvoll sind. Handelt es sich um tief gehende Begebenheiten die in manchen Fällen auch die Verletzung der persönlichen Integrität des die Verletzung Empfangenden betrifft, kann das ganz anders aussehen. Nicht immer ist es  - auch wenn man als empfangender Part stark und reif ist - möglich, zu verzeihen oder gar zu vergeben. Was hat das mit Ethik zu tun? Und wo liegt der Unterschied zwischen Vergebung und Verzeihen?

Auch wenn man als Empfangende/Empfangender dem Täter respektive dem "Austeiler" weder vergeben noch verzeihen kann, so darf man im Kontext der Selbst-Liebe - und einem damit verbundenem ethisch korrektem Umgang mit sich selbst - zumindest sich selbst vergeben.

Unterschied zwischen Vergebung und Verzeihen?

Verzeihen bedeutet, dass eine Sache sozusagen vom Tisch ist. Ja, die Begebenheit hat sich ereignet, aber man spricht da nicht mehr drüber.

Vergebung hingegen geht bis zu Wurzel der Begebenheit. Der Vorfall respektive die Begebenheit hat sich ereignet, aber man vergibt selbigen/selbige bis  in die Wurzel. Man geht so damit um, dass es nicht geschehen ist; und trägt dem Täter/dem Austeiler Nichts nach. Was vorgefallen ist steht in keiner Weise zwischen Austeiler/Täter und Empfänger.

 

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich kolportieren wie heilend und wichtig es für einen selbst ist, sich selbst zu vergeben ... nicht zu verzeihen sondern vollends zu vergeben wenn einem Etwas passiert ist, oder angetan wurde. Was soll man sich da aber selbst vergeben?

Zum Beispiel folgende Handlungsweisen:

 - Dass man in dem etwaigen Moment nicht selbst gut genug auf sich aufpassen konnte

 - Dass man Jemanden nicht ausreichend Zeit gegeben hat zu beweisen, dass er/sie/es aufrichtig und ehrlich in der Sache respektive mit einem selbst, ist

 - Dass man in der Auswahl der Kontakte zu viel Vertrauensvorschuss gab (darin war ich selbst ganz besonders gut :-) )

 - Dass man all die Roten Flaggen einfach ausgeblendet hat (und so den Weg zum Vorfall nicht geebnet sondern sorgsam asphaltiert hat)

 

Ich selbst war immer mit mir selbst dahingehend einig, dass ich sehr gut in der Lage bin Jemanden aufrichtig und authentisch zu vergeben. Aber ich selbst musste die Erfahrung machen, dass auch ich Grenzen habe; und ich nicht Alles was man mir meint angedeihen zu lassen, verzeihen geschweige denn vergeben kann. Was bleibt einem selbst dann übrig wenn der Hund so dick ist, dass man ihn dem Anderem nicht vergeben kann? Es spielt für einen selbst  - so auch für mich - eine vakante Rolle, sorgsam und mitfühlend im Umgang mit sich selbst zu sein. Und wenn Dinge geschehen die derart sind, dass sie dem Täter /Austeiler nicht vergeben oder verziehen werden können, dann muss man selbst trotzdem mit sich selbst ins Reine kommen. Und immer noch selbst heilen; und mit dem Vorfall in sich selbst in irgendeiner Form umgehen können. Sich selbst in Fällen zu vergeben in denen man selbst das Leid zugefügt bekam, ist essentiell für die eigene Heilung. Vergibt man sich selbst das was man bezogen auf den jeweiligen Vorfall nicht für sich selbst hatte tun können, so kann man selbst Abstand von der Tat bekommen; und es wird möglich mit der Angelegenheit abzuschließen. 

Als Betroffene/als Betroffener hat man es in keiner Form verdient, verletzt zu werden; und dann ein Leben lang damit nicht abschließen zu können. Und ja, natürlich gibt es Fälle in denen man dem Täter/dem Austeiler verzeihen respektive vergeben kann. Aber es spielt eine Rolle es nur dann zu tun, wenn man es auch zweifelsfrei kann. Wenn man innerlich einen Widerstand spürt weil die Angelegenheit zu tief getroffen hat - es ethisch so niederfrequent war, dass dafür eigentlich Worte fehlen - wenn es bis in die Seele getroffen hat, dann muss man dem Austeiler nicht verzeihen, und auch nicht vergeben. 

Was bleibt in solchen Fällen? Im Ernstfall: Neutralität.

Man kann kolportieren: Ja, ich respektiere, dass es den Anderen/die Andere/das Andere gibt. Aber damit hat es sich dann auch. Ich selbst habe mit dieser Vorgehensweise "gute" Erfahrungen gemacht. In Fällen in denen ich das Getane weder vergeben noch verzeihen kann respektiere ich neutral, dass "das Andere" existiert (auch im Kontext, als Teil der Schöpfung), aber - DAS ist es dann auch schon. Und ja, ich ticke kosmos-afin und schöpfungs-afin. Aber, ich liebe mich selbst aufrichtig und tief. Resultierend aus dieser Selbst-Liebe muss ich trotz meiner vorgenannten Affinität, nicht im Nebel von "Oh yes ... Alles ist Licht und Alles ist Liebe" auch dem letztem Arschloch noch dessen Unsagbarkeiten verzeihen/vergeben.

Die Fähigkeit zu verzeihen oder zu vergeben sind sehr starke charakterliche Ressourcen. Aber Niemand muss es tun wenn es sich innerlich nicht richtig anfühlt. Zuerst kommt stets der Umgang mit dem eigenem Innenleben, und dem eigenem Gefühl. Dies ist auch einer Frage des ethisch sorgsamen Umganges mit sich selbst. Und wenn Vorfälle sich ereignet haben, dann darf man sehr sorgsam sich selbst fühlen und befragen; und dann geht man erst einmal in Klausur mit sich selbst. Alles andere ist absolut nachrangig. 🌈

 

 

Version en Espanol

El débil no puede perdonar ...

Perdonar es una cualidad de los fuertes

(Mahatma Gandhi)

 

Perdonar y olvidar son procesos personales que requieren tiempo y no son fáciles de atravesar. Algunas cosas pueden ser más fáciles de perdonar cuando se trata de eventos que no son emocional o sentidamente muy exigentes. Si se trata de acontecimientos profundos que en algunos casos también afectan la integridad personal de la persona que recibe la ofensa, puede ser muy diferente. No siempre es posible perdonar, o incluso absolver, aunque uno sea la parte receptora y sea fuerte y madura. ¿Qué tiene esto que ver con la ética? ¿Y cuál es la diferencia entre perdón y disculpa?

Aunque uno como receptor no puede perdonar ni absolver al perpetrador o al "distribuidor", al menos en el contexto del amor propio y un trato éticamente correcto consigo mismo, se puede perdonar a uno mismo.

¿Diferencia entre perdón y disculpa?

Perdonar significa que una cosa, por así decirlo, está fuera de la mesa. Sí, el acontecimiento ha ocurrido, pero ya no se habla de ello.

El perdón, en cambio, llega hasta la raíz del acontecimiento. El incidente, es decir, el acontecimiento ha ocurrido, pero se perdona hasta la raíz. Se trata de ello como si no hubiera sucedido, y no se le guarda rencor al autor/expulsor. Lo que ha ocurrido no se interpone de ninguna manera entre el distribuidor/autora y el receptor.

 

Desde mi propia experiencia, puedo compartir lo sanador e importante que es para uno mismo perdonarse a sí mismo ... no solo perdonar, sino perdonar completamente cuando algo te ha sucedido o te ha sido hecho. ¿Pero qué hay que perdonarse a uno mismo en ese caso?

Por ejemplo, las siguientes conductas:

 - Que en ese momento no se pudo cuidar lo suficientemente bien de uno mismo.

 - Que no se le ha dado a alguien el tiempo suficiente para demostrar que es sincero y honesto en el asunto o contigo mismo.

 - Que se daba demasiado crédito en la selección de contactos (en eso yo era especialmente bueno :-) )

 - Que se ignoraron todas las banderas rojas (y así no solo no se allanó el camino hacia el incidente, sino que se asfaltó cuidadosamente).

 

Yo mismo siempre estuve de acuerdo conmigo mismo en que soy muy capaz de perdonar a alguien de manera sincera y auténtica. Pero yo mismo tuve que experimentar que también tengo límites, y NO todo lo que me hacen, puedo perdonar, y mucho menos absolver. ¿Qué le queda a uno mismo cuando el perro es tan gordo que no se puede perdonar a los demás? Para uno mismo - así como para mí - es un papel vacante ser cuidadoso y compasivo consigo mismo. Y cuando suceden cosas que son tales que no se pueden perdonar o disculpar al autor/agresor, entonces uno mismo debe, sin embargo, reconciliarse consigo mismo. Y aún así, sanar uno mismo, y poder lidiar con el incidente dentro de uno mismo de alguna manera. Perdonarse a uno mismo en casos en los que uno mismo sufrió el daño es esencial para la propia sanación. Si te perdonas a ti mismo por lo que no pudiste hacer en relación con el incidente, puedes distanciarte del acto, y será posible cerrar el asunto. 

Como afectada/o, no se merece de ninguna forma ser herida/o y luego no poder cerrar ese capítulo de la vida. Y sí, por supuesto, hay casos en los que se puede perdonar al agresor/al que causa daño. Pero es importante hacerlo solo cuando uno realmente puede. Si uno siente una resistencia interna porque el asunto ha sido demasiado profundo, porque fue éticamente tan bajo que realmente faltan palabras, si ha llegado hasta el alma, entonces no hay que perdonar al que lo hizo, ni tampoco absolverlo. 

¿Qué queda en tales casos? En caso de emergencia: Neutralidad.

Se puede decir: Sí, respeto que hay el Otro/la Otra/lo Otro, es decir, que existe. Pero hasta ahí llega. Yo mismo he tenido "buenas" experiencias con este enfoque. En casos en los que no puedo perdonar ni absolver lo hecho, respeto neutralmente que "lo Otro" existe (también en el contexto, como parte de la creación), pero - eso es todo. Y sí, tengo afinidad con el cosmos y la creación. Pero, me amo a mí mismo sinceramente y profundamente. Resultando de este amor propio, a pesar de mi afinidad mencionada anteriormente, no debo perdonar/absolver a ningún idiota por sus indecibles acciones en la niebla de "Oh sí ... Todo es luz y todo es amor".

La capacidad de perdonar o de absolver son recursos caracteriales muy fuertes. Pero nadie tiene que hacerlo si no se siente bien por dentro. Primero siempre viene el trato con el propio mundo interior, y con los propios sentimientos. Esto también es una cuestión de un trato ético y cuidadoso consigo mismo. Y si han ocurrido incidentes, uno debe cuidarse y cuestionarse con mucho cuidado, y luego uno se retira a la reflexión consigo mismo. Todo lo demás es absolutamente secundario.

 

 

 

Author/Copyright: NEA (Meisterin चन्द्र Nung Pha🌈)

Datum/Data: 03.10.2026

Stock photo:  webador

 

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