Die Welt der Hikikomori, Teil 2

Veröffentlicht am 19. September 2026 um 18:07

 

 

Teil2

Für Menschen  die jenes Verhalten an den Tag legen welches mit Hikikomori bezeichnet wird, spielt es eine Rolle heil durch den Prozess zu  kommen. Was meine ich damit? Nun, es kann sein - und meistens ist es so - dass der Prozess des Rückzuges über Jahre geht. Eine Rolle für die Betroffenen spielt, wahrzunehmen wann es einen Weg zurück in die Gesellschaft geben kann. Auch dieser Weg zurück in die Gesellschaft kann ein längere Zeit in Anspruch nehmen. Es ist halt so, dass auch tiefe Seelische Prozesse einen Beginn und ein Ende haben. Die Dauer der Prozesse ist zutiefst unterschiedlich. Und eine große Rolle spielt, dass man so wenig wie möglich in den Ablauf des seelischen Entwicklungsprozesses respektive des seelischen Heilungsprozesses, eingreift. Je mehr Druck von Außen kommt, je mehr Medikamente in die betroffene Person gepumpt werden, je mehr die Seele irritiert wird, desto unnatürlicher verläuft der Prozess. Die Seele an sich ist souverän in ihren Prozessen. Eine Seele hat Alles was sie braucht um durch ihre vielschichtigen Prozesse zu gehen, mit an Bord. Medikamente helfen da nicht. Im Gegenteil ... sie stören den Prozess; zumal wenn es sich um ein Prozess des Erwachens der Seele geht.

Ich las von vielen Fällen in denen Kinder aus ihrem Hikikomori-Dasein nicht mehr heraus fanden. Es gibt nicht wenige hochbetagte Eltern, die immer noch ihr einsiedlerisch lebendes Kind zuhause haben. Es spielt eine markante Rolle zwar den tiefen seelischen Prozess zuzulassen, aber auch - wenn es denn einen Weg in die Gesellschaft zurück gibt - den Moment selbigen zu beschreiten, nicht zu verpassen. Wohl ist jeder Lebensweg einzigartig; und somit auch der Weg eines jeden Hikikomori absolut einzigartig. Jedoch, das macht es anspruchsvoll mit den betroffenen Menschen umzugehen. Eben weil man die Situation nicht verallgemeinern kann. In Japan soll es um bei 1 Million Menschen geben die als Hikikomori ihr Leben leben. Ebenso soll es gerade in Japan besonders viele "Alte Seelen" geben. Je älter eine Seele ist, desto einerseits durchlässiger ist sie, aber desto belasteter kann sie auch sein. Ich will das aber an dieser Stelle nicht vertiefen.

Ich selbst nehme es so wahr, dass es sich für mich unwahrscheinlich anfühlt, dass gerade in einer derart straighten Gesellschaft wie derJapanischen, Menschen es darauf anlegen aufzufallen indem sie sich von Allem und Jedem zurückziehen. Wenn Jemand derart handelt, dass es/sie/es sich komplett von Gesellschaft und Familie zurückzieht um mit sich selbst allein zu sein, dann gibt es triftige Gründe. Und ich nehme es so wahr, dass es sicherlich ab von den tiefen seelischen Entfaltungsprozessen auch Fälle gibt in denen Menschen - ob junge oder ältere -einfach den Leistungsdruck in Gesellschaft und Beruf nicht mehr aushalten; und sich darum von Allem und Jedem zurückziehen. Je anspruchsvoller und härter ein gesellschaftliches -, und kulturelles System ist, desto härter kann es sein darin zu bestehen.

Alles in Allem fühle ich es dergestalt, dass Hikikomori Verständnis und Zeit brauchen um mit ihrer Situation klarzukommen. Je höher der Druck innerhalb der Familie, je mehr das eigene Gewissen drückt weil man nicht funktioniert wie es von Gesellschaft und Familie erwartet wird, desto schwerer ist es für die betroffene Person sich ihrem innerem Prozess hinzugeben. Der innere Widerstand und das innere Unbehagen sind kontraproduktiv für den inneren Prozess der Seele. Verständnis und "keine Vorwürfe" von Außenstehenden sind zwei Dinge die es den Betroffenen leichter machen, mit sich selbst klarzukommen. Und wenn es sich tatsächlich nicht um einen tiefen seelischen Entfaltungsprozess handelt, sondern wenn der Betroffene mit dem Leistungsdruck nicht mehr klarkommt, dann hilft eine feine Psychologische Begleitung respektive ein fundiertes Coaching um die betroffene Person in deren Persönlichkeit zu stärken; und ihr den Weg zu sich selbst zu ebnen. Dies, damit Selbige ihre Individualität annehmen und leben kann; und daraus resultierend dem beruflichem Duck begegnen kann.

Hikikomori zu sein ist kein Schicksalsschlag ... auch wenn es sich für betroffene Eltern oder Partner manchmal so anfühlen mag. Es ist ein Phase im Leben die für alle Beteiligten anspruchsvoll ist. Hilfreich ist es in allen Fällen, auf das was Außenstehende respektive "die Gesellschaft" dazu sagen, zu pfeifen.

 

 

 

Author/Copyright: NEA (Meisterin चन्द्र Nung Pha🌈)

Datum/Data: 19.09.2026

Stock phhoto: webador

 

 

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